Boxspringbetten

Der Trend, sich ein Boxspringbett zu kaufen, stammt ursprünglich aus den USA und ist vor einigen Jahren auch in Deutschland aufgekommen. Die positiven Eigenschaften dieses Schlafsystems haben zu einer hohen Nachfrage und einem daraus resultierenden wachsenden Angebot geführt. Laut einer Studie der GfK wurden allein in Deutschland im Jahr 2015 über eine Millionen Boxspringbetten verkauft. Im Jahr davor lag die Zahl der verkauften Boxspringbetten nur bei ca. 650.000 Stück. Boxspringbetten sind derzeit die meist verkauften Betten in Deutschland.

Boxspringbetten

Aber was ist ein Boxspringbett überhaupt? Der englische Name setzt sich aus den beiden Begriffen „Box“ und „spring“ zusammen, welche ins Deutsche übersetzt für „Kasten“ und „Feder“ stehen. Es unterscheidet sich deutlich vom Standardbett mit einem Bettgestell, einem Lattenrost und einer normalen Matratze. In der Regel bestehen Boxspringbetten aus drei Elementen:

Diese drei wesentlichen Elemente müssen gut aufeinander abgestimmt sein, damit der Boxspring-typische Liegekomfort vollständig gegeben ist. Daher umfasst das auf dem Markt vertretene Sortiment der drei Systembestandteile von Boxspringbetten verschiedene, miteinander kombinierbare Varianten. Das sogenannte Boxspring ist ein 20 bis 30 cm hohes gefedertes Untergestell und ersetzt aufgrund seiner Funktionen das Lattenrost.

Die Federung befindet sich in einem massiven Holzrahmen, welcher mit Stoff bezogen ist. Für die Federung werden meist Bonellfedern oder Tonnentaschenfedern verbaut. An der Unterseite des Boxsprings befinden sich Bettfüße, sodass Luft unter dem Bett zirkulieren kann. Abhängig vom Modell treten die Bettfüße stark oder eher dezent in Erscheinung. Auf dem Boxspring liegt als zweites Element die Matratze. Am besten eignen sich hier Federkernmatratzen, wie z.B. Tonnentaschenfederkern-Matratzen, die eine besonders gute Stützkraft bieten. Aber auch Latex oder Kaltschaum-Matratzen werden für Boxspringbetten angeboten. Das dritte Element ist der Topper, eine weitere, wenige Zentimeter dicke Matratze, die oben aufliegt. Diese schont nicht nur die Matratze, sie ermöglicht zudem eine bessere Anpassung an die Bedürfnisse der Käufer und sorgt somit für einen besseren und individuellen Liegekomfort. Die Topper Matratzen bestehen meist aus Schurwolle, Kaltschaum oder Latex. Die klassischen Boxspringbetten verfügen zudem noch über ein Kopfteil aus Polster oder Massivholz. Es gibt jedoch ebenfalls Boxspringbetten Modelle ohne ein Kopfteil.

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Boxspringbetten Modellvarianten

Teilweise variiert der Aufbau der Boxspringbetten etwas. Was jedoch immer identisch ist: die Basis des Bettes bildet das sogenannte Boxspring. Typische amerikanische Boxspringbetten haben besonders dicke Matratzen und verwenden keine separaten Topper-Matratzen. Diese dickeren Matratzen bestehen dann aus besonders vielen Schichten, in die der Topper integriert ist. Im Vergleich dazu wird bei den typisch skandinavischen Boxspringbetten immer ein Topper separat aufgelegt. In Europa sind vor allem die Boxspringbetten Modelle mit den typischen drei Hauptkomponenten weit verbreitet. Auf dem deutschen Markt gibt es sowohl Boxspringbetten in klassischen Maßen von 140 cm x 200 cm bis 220 cm x 200 cm aber auch die speziellen amerikanischen Bettenmaße. Dabei unterscheidet man die folgenden Bezeichnungen mit den entsprechenden Maßen:

  • Twin: 99 cm x 191 cm
  • Twin XL: 99 cm x 203 cm
  • Full or Double Bed: 137 cm x 190,5 cm
  • Queen: 152 cm x 203 cm
  • King: 193 cm x 203 cm
  • California King: 183 cm x 213 cm

Aufgrund der Unterscheidung dieser amerikanischen Maße zu den klassischen deutschen Bettenmaßen, werden für amerikanische Boxspringbetten spezielle Bettlaken benötigt.


Das Untergestell des Boxspringbettes

Das sogenannte Boxspring ersetzt mit seinem Federkern das Lattenrost. Dieser Federkern kann aus Bonellfedern oder Tonnentaschenfedern bestehen. Durch die Wahl der Ausführung wird die Stützkraft des Untergestells entscheidend festgelegt. Darüberhinaus bestimmt die Art des Boxspring sowohl die Qualität, die Optik als auch die Langlebigkeit des Boxspringbettes. Neben besonders robusten Untergestellen, deren Rahmen komplett aus Holz oder Metall besteht, gibt es auch Boxspringbetten mit einem Rahmen aus Kaltschaum. Diese Art von Boxspring wird häufig „Softside Boxspring“ genannt. Teilweise ist auch eine Mischung aus beiden Varianten verbreitet, bei welchen nicht der komplette Rahmen aus Holz oder Metall besteht. Das Untergestell des Boxspringbettes kann von Außen entweder aussehen wie eine Matratze oder ist mit Holz, Leder oder einem anderen Bezugstoff verkleidet. Das Boxspring steht entweder auf Füßen, oder es ist ein zusätzlicher Rahmen angebracht, der das Boxspringbett nach unten hin komplett verschließt.


Die Matratze des Boxspringbettes

Auf dem Boxspring liegt eine Matratze auf, die oft an der Außenseite mit dem gleichen Bezugstoff wie das Boxspring verkleidet ist. Die Matratzen für Boxspringbetten sind in der Regel etwas dicker als herkömmliche Matratzen. Um das federnde Liegegefühl zu erreichen werden die Matratzen meist auch hier mit einem Bonellfeder- oder (Tonnen-) Taschenfederkern ausgestattet. Bonellfederkern Matratzen bestehen aus einzelnen Taillenfedern, die miteinander verbunden sind. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Federkernmatratze ist die Anzahl der Federn deutlich geringer. Die Zwischenräume der Federn sind mit einer Polsterung ausgefüllt. Das verhindert die Berührung der Federn und somit die Geräusche, die hierdurch entstehen können. Im Vergleich dazu haben die Federn einer Tonnen- oder Taschenfedermatratze eine etwas andere Form und sind in Stofftaschen eingenäht, um die Federkraft zu dämpfen. Oft erfolgt hier eine Aufteilung in Zonen für die verschiedenen Körperpartien. Diese Matratzen bieten eine gute Stabilität und Anpassung an den menschlichen Körper. Alternativ werden mittlerweile auch Latex oder Kaltschaummatratzen für Boxspringbetten angeboten. Latexmatratzen haben ein höheres Gewicht, aber eine gute Formbeständigkeit. Des Weiteren eignen sie sich besonders für Allergiker, da sich z.B. Hausstaubmilben dort nicht einnisten. Kaltschaummatratzen haben eine grobe Porenstruktur und gelten deshalb als besonders Atmungsaktiv. Allerdings geht bei der Wahl dieser Matratze das typische federnde Liegegefühl eines Boxspringbettes etwas verloren. Wie bei herkömmlichen Matratzen gibt es auch bei den Matratzen für Boxspringbetten unterschiedliche Härtegrade. Diese kommen durch unterschiedliche Drahtstärken zustande. Die Bezeichnungen für die Härtegrade reichen von H1, besonders weich, bis H5, besonders fest und drücken die Nachgiebigkeit der Matratze, bei einer gegebenen Belastung aus. Dementsprechend spielt bei der Wahl der passenden Matratze besonders das Körpergewicht eine entscheidende Rolle. Im Idealfall bildet die Wirbelsäule bei Seitenlage eine waagerechte Linie auf der Matratze. Allerdings muss beim Kauf eines Boxspringbettes berücksichtigt werden, dass die Härtegrade nicht genormt sind und daher bei den verschiedenen Anbietern variieren. Der Härtegrad lässt sich zudem nicht mehr nachträglich, wie es z.B. bei einem zonenverstellbaren Lattenrost möglich ist, anpassen. Deshalb ist vor allem das Probeliegen vor dem Kauf eines Boxspringbettes besonders wichtig. Für die Matratze wird in der Regel kein Bettlaken benötigt, da sie nicht als direkte Liegefläche dient und mit dem vorhandenen Bezugstoff für die mehrschichtige Optik des Boxspringbettes sorgt.


Der Topper des Boxspringbettes

Der Topper ist eine vier bis zehn Zentimeter flache Matratze, die den oberen Abschluss des Boxspringbettes bildet. Die dünnen Matratzen unterscheiden sich nicht wirklich vom Aufbau einer herkömmlichen Matratze: Sie besteht aus einem Kern und einem Bezug. Für eine optimale Betthygiene sind die Bezüge der Topper in der Regel maschinenwaschbar und ggf. austauschbar. Es gibt sowohl Einzelne als auch durchgehende Topper für die gesamte Liegefläche. Eine durchgehende Topper-Matratze bietet sich allerdings nur an, wenn die Personen ungefähr das gleiche Körpergewicht haben. Ansonsten ist es sinnvoller zwei einzelne schmale Topper-Matratzen für beide Bettseiten zu wählen. Dies ermöglicht eine individuelle Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse. Als Material wird meist Visco, Kaltschaum oder Latex, teilweise aber auch Schurwolle verwendet. Ein Topper aus Kaltschaum ist etwas fester und ist durch eine besonders gute Atmungsaktivität und eine schnelle optimale Anpassung an den Körper gekennzeichnet. Dieser Topper bietet sich besonders für Rückenschläfer, sowie für Personen die sich im Schlaf häufig drehen an. Visco als Material für den Topper passt sich ideal an den Körper an und reagiert auf die Körpertemperatur. Durch die Körperwärme gibt das Material nach und man sinkt mehr in die Matratze ein. Das Material speichert zudem Wärme und ist somit ideal für Menschen die nachts schnell frieren. Latex ist das weichste Material und weist ebenfalls eine hohe Atmungsaktivität auf. Besonders für Seitenschläfer bietet sich dieses Material als Topper-Matratze an. Ein separater Topper, der nicht wie bei den amerikanischen Boxspringbetten in die Matratze integriert ist, bietet hier einige Vorteile. Die eigentliche Matratze wird geschont und bei Bedarf kann der Topper ganz einfach einzeln ausgetauscht werden.


Vorteile

  • ansprechenden Optik
  • die gleichmäßige Federung und Unterstützung über die gesamte Liegefläche des Bettes
  • Federung passt sich ans Körpergewicht an
  • kompfortable Liegehöhe
  • individuelle Anpassung der einzelnen Komponenten
  • Matratzen in verschiedenen Arten und Härtegraden
  • Gute Isolierung durch doppelte Lage Matratzen

Nachteile

  • keine Norm für Matratzengröße, wodurch Suche durchaus Schwierigkeiten verursachen könnte
  • Erschwerter Transport, da nur Matratze und Topper vom Untergestell abgenommen werden können (lässt sich nicht vollständig auseinander bauen)


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Pflegetipps für Boxspringbetten

Um eine möglichst lange Nutzbarkeit und Zufriedenheit zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Pflege des Boxspringbettes wichtig. Ein tägliches auslüften nach dem Aufstehen ist bei Boxspringbetten sehr empfehlenswert. Hierbei ist es wichtig, dass das Bett nicht mit Kissen oder Decken abgedeckt ist, sodass die entstandene Feuchtigkeit aus der Nacht besser entweichen kann. Die stoffbezogene Matratze und der Topper sollten in regelmäßigen Abständen gewendet werden, um Schlafkuhlen zu vermeiden. In den ersten sechs Monaten nach dem Kauf sollte sowohl die neue Matratze, als auch der Topper einmal pro Monat gewendet werden. Anschließend genügt es dann, diese drei bis viermal im Jahr zu wenden. Dabei sollten auch Fuß- und Kopfseite getauscht werden. Die Matratze oder andere stoffbezogene Elemente des Boxspringbettes lassen sich am Besten mit einer weichen Bürste oder einem Staubsauger reinigen. Mit einem weichen Tuch können Metallteile, Holz oder Lederbezüge gereinigt werden. Bei der Reinigung eines Boxspringbettes sollte darauf geachtet werden, keine Bleichmittel oder andere aggressive Reiniger zu verwenden. An den gepolsterten Elementen des Boxspringbettes sollte weitestgehend auf Wasser verzichtet werden.


Testberichte / Erfahrungsberichte bei Boxspringbetten

In regelmäßigen Abständen werden von der Stiftung Warentest Boxspringbetten getestet. Bisher wurden meist Betten aus dem niedrigem bis mittlerem Preissegment untersucht. Im Durchschnitt wurden die getesteten Boxspringbetten mit einer Gesamtnote von 2,4 bewertet. Gelobt wurde der Komfort sowie die bequeme Einstieg- und Liegehöhe der getesteten Boxspringbetten. Die oft vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, die dem Kunden geboten werden, sind ein weiteres gelobtes Kriterium. Kritisiert werden von der Stiftung Warentest vor allem die falschen Härtegrad Angaben. Auch die Haltbarkeit wurde im Durchschnitt nur mit befriedigend bis ausreichend bewertet, da mangels Qualität bei einigen Betten Schweiß und Körperwarme ein Problem sind. Das Material wird weich und neigt zu Kuhlenbildung. Des Weiteren fiel die Bewertung der Handhabung eher schlecht aus und wurde teilweise mit mangelhaft bewertet. Hier wird vor allem bemängelt, dass viele Matratzen schwierig zu Wenden sind und keine Griffe besitzen.


Preise von Boxspringbetten

Boxspringbetten gibt es nahezu in allen Preisklassen – von wenigen Hundert Euro bis hin zu fünfstelligen Beträgen ist im Handel alles vertreten. Günstige Boxspringbett-Varianten gibt es bereits ab 500 €, bei denen die Qualität jedoch meist zu Wünschen übrig lässt. Bei einem qualitativ hochwertigem Boxspringbett liegt man preislich schnell bei bis zu 5000 €. Im Hochpreissegment gibt es auch Luxus-Modelle die bis zu rund 12.000 € und mehr kosten. Die Schlussfolgerung, je teurer desto besser, trifft bei Boxspringbetten nur teilweise zu. Sicherlich sollte man nicht die günstigste Variante wählen, aber auch ein teures Boxspringbett kann, ohne eine individuelle Anpassung an das jeweilige Körpergewicht und die Schlafgewohnheiten, für Unzufriedenheit sorgen.

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Fazit: Worauf ist zu achten beim Kauf eines Boxspringbettes

Für die Entscheidung zum Kauf eines Boxspringbettes sollte aufgrund des Preises und des gewünschten Liegegefühls genug Vorlaufzeit eingeplant werden. Eine gute Beratung und die Zusammenstellung der einzelnen Boxspringbett-Komponenten,  unter Berücksichtigung des individuellen Körpergewichts und-größe, Schlafgewohnheiten sowie möglichen Beschwerden wie z.B. Rückenschmerzen, sollten unbedingt beachtet werden. Aufgrund der immer weiter zunehmenden Nachfrage hat mittlerweile fast jedes Möbelhaus Boxspringbetten in sein Angebot aufgenommen. Da der Name nicht geschützt ist, bieten einige Händler Betten an, die zwar optisch aussehen wie ein Boxspringbett, aber gar kein gefedertes Untergestell besitzen. Bei der Suche nach einem geeigneten Boxspringbett sollte also unbedingt auf den klassischen Boxspring-Aufbau geachtet werden. Des Weiteren sollte das verarbeitete Material begutachtet werden. Vor allem bei den günstigen Varianten wird teilweise im Untergestell Spanplatte statt Massivholz verwendet das nicht besonders stabil ist.

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